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Es geht wieder los...

Saisonvorbericht aus der nächsten SG Aktuell:


Liebe Sportfreunde,


bevor ich zum Bericht der Damenmannschaft komme, möchte ich etwas Generelles zum Thema sinkende Mannschaftszahlen, und hier speziell im Mädchen- und Frauenfußball, sagen. Der DFB verliert seit Jahren jährlich zwischen 4000 bis 5000 Mannschaften. Von 2019 auf 2020 ganze 4600 Mannschaften. Davon 300 bei den Juniorinnen und 500 bei den Damen. Damit bewegen wir uns bei den Verlustzahlen im Mädchen- und Frauenfußball im hohen einstelligen Prozentbereich. Ich denke das sind alarmierende Zahlen. Ganz zu schweigen vom generellen Akzeptanzproblem im Mädchen- und Frauenfußball, was ich schon in der letzten Ausgabe angesprochen hatte. Bei den Verlustzahlen sieht es im Junioren- und Männerfußball allerdings auch nicht besser aus.

Die Gründe sind sicherlich vielschichtig. Meine persönliche Meinung dazu: Ein Grund liegt in den viel zu niedrigen Mitgliedsbeiträgen. Wir leben noch zu sehr in dem Volksgedanken, der Fußball müsste die billigste zu betreibende Sportart bleiben. Mal ein Vergleich: für manchen Jahresbeitrag im Fußball bekommt man heute maximal 2-3 Musik- oder Reitstunden. Um den Amateurfussball attraktiver zu gestalten (z. B. moderne Trainingsmaterialen, Teamausrüstung, außersportliche Aktivitäten, moderne Techniken wie Videoanalyse, moderne Sportanlagen) muss man schlichtweg Geld in die Hand nehmen. Attraktivität hängt von Wirtschaftlichkeit ab. Von höheren Beiträgen profitiert auch die Wirtschaftlichkeit der Vereine. Gleichwohl weiß ich auch, und erlebe es immer wieder auf der einen oder anderen Jahreshauptversammlung, dass dies vielerorts noch ein Tabu-Thema ist. Wir müssen gegenüber anderen Freizeitmöglichkeiten attraktiver werden. Soviel zu meiner ganz persönlichen Meinung.


Corona hat uns alle eiskalt erwischt. Bei Abbruch der Saison lagen wir auf dem dritten Tabellenplatz, der zweite Aufstiegsplatz war in greifbarer Nähe. Den zweiten Platz und damit den Aufstieg in die Bezirksliga zu erreichen, wäre eine schwierige, aber dennoch lösbare Aufgabe gewesen. Zumal wir noch gegen den Tabellenzweiten TuS Weitefeld hätten spielen müssen. Wir müssen so die Entscheidung des Verbandes akzeptieren, dass es nur einen Aufsteiger geben wird.

Wie viele andere Mannschaften haben wir über Videokonferenzen Kontakt innerhalb der Mannschaft gehalten. Trainerkollege Markus Kissel hatte hierzu einige tolle Challenges vorbereitet. In den meisten Wettbewerben zog das Trainerteam gegen die Mannschaft den Kürzeren. Zusätzlich hat Markus wöchentliche Work-Outs angeboten, die auch sehr rege genutzt wurden. Doch dies alles kann „auf dem Platz“ nicht ersetzen.

Mit Genehmigung des Vorstandes wurde unser Mannschaftsverantwortlicher Volker Ott zum Hygienebeauftragten der Damenmannschaft ernannt. Somit konnten wir wieder am 17.06. mit dem Training starten. Am 10.07. haben wir dann eine Trainingspause eingelegt. Nach der Entscheidung des FVR die Saison im normalen Rhythmus zu starten, haben wir am 31.7. das Training wieder aufgenommen. Aktuell trainiert die Mannschaft dreimal die Woche.



Mit Dana Mallm, Lea Nilges und Celine Brühl haben drei Spielerinnen ihre aktive Laufbahn beendet, die seit Anbeginn des Mädchenfußballs bei den D-Juniorinnen dabei waren. Wir bedanken uns für die vielen gemeinsamen und sehr erfolgreichen Jahre. Dafür hat sich Hannah Borbonus vom SV Hadamar sowie Sophia Stähler (vereinslos) uns angeschlossen. Grundsätzlich müssen wir uns hier der starken Konkurrenz der Nachbarvereine stellen, die zum Teil mit einer höheren Spielklasse attraktiver erscheinen. Einige Spielerinnern, mit denen wir z. T. seit einem Jahr in Kontakt standen und zum Probetraining kamen, haben sich eben einem dieser anderen Vereine angeschlossen.

Unser Trainer- und Betreuerteam ist komplett zusammengeblieben. Mannschaftsverantwortlicher Volker Ott, sowie die Trainer Armin Etz, Markus Kissel und meine Wenigkeit gehen in das dritte gemeinsame Jahr im Frauenfußball.

Bleibt noch der Blick auf die neue Saison. Natürlich werden wir wieder versuchen, oben mit zu spielen. Das Potenzial dazu hat die Mannschaft bereits in den letzten beiden Spielzeiten bewiesen. Mit Blick über die Saison hinaus darf nicht unerwähnt bleiben, dass im Damenbereich eine Bezirksliga-Reform geplant ist, bei der von 3 auf 2 Bezirksligen reduziert werden soll. Wie die Umsetzung der Auflösung einer Bezirksliga erfolgen soll, ist bisher nicht bekannt. Hier schweigt der FVR noch. Es bleibt daher abzuwarten, wie sich diese Reform auf die Mannschaften auswirken, die wie wir Aufstiegsambitionen haben.


Auch bleibt abzuwarten, ob wir die Saison auch wirklich zu Ende spielen können. In vielen Gesprächen mit Trainerkolleginnen und -kollegen höre ich hier deutliche Bedenken. Wenn es wieder zu Einschränkungen im Freizeitbereich kommen wird, dann sicher auch wieder zuerst in den Mannschaftssportarten im Amateurbereich. Doch jetzt gilt es den Blick nach vorne zu richten. Da die Saison 2020/2021 angesetzt ist, müssen wir uns dem entsprechend jetzt vorbereiten und die Herausforderung annehmen.


Am 06.09.2020 wird es dann zum ersten Mal richtig ernst mit dem Spiel in der ersten Runde des Rheinlandpokals gegen den VfL Holzappel. Darauf das Wochenende startet die neue Saison 2020/2021 mit einem Auswärtsspiel am Samstag dem 12.09.2020 ab 15:30 Uhr in Ruppach-Goldhausen gegen den TuS Ahrbach II.


Bleibt alle gesund!


Für das gesamte Trainer- u. Betreuerteam

Axel Meudt

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